Der Seeblick

Was macht eigentlich die Therme im Lockdown?

Lassen Sie uns einen Blick hinter die Kulissen werfen: Direktorin Martina Jeschke und Hotelmanager Lars Groche sprechen darüber, was es bedeutet, wenn eine 5.000 m² große Therme in Betriebsbereitschaft gehalten werden will.

Die neue Stille unterscheidet sich von der altbekannten Ruhe: Obwohl die Fontane Therme immer ein Ort der Entspannung ist, herrscht in diesen Wochen eine ganz andere Stimmung als gewohnt: Nur das leise Surren der Reinigungsmaschinen ist klar zu hören. Draußen schlendert ein Entenpaar über die Außenanlage. Die einzigen Dauergäste während des Lockdowns.

„Diese Arte der Stille ohne Gäste und Betrieb wird dem Resort nicht gerecht und gehört hoffentlich schon bald der Vergangenheit an. Zu Ostern möchte ich hier Osterglocken und Schokolade verteilen.“

Martina Jeschke

Hotelmanager Lars Groche und der technische Leiter Ralf-Karsten Söhring halten auch hinter den geschlossenen Türen die Stellung, denn es gibt wichtige und klare Abläufe zu beachten: Alle 14 Tage ist ein Kollege acht Stunden damit beschäftigt, alle Wasserleitungen durchzuspülen. Das bedeutet, alle Wasserhähne, alle Duschen, alle Toilettenspülungen im Hotel und in der Therme kurz laufen zu lassen. Insbesondere die Fontane Therme muss mit viel Erfahrung weiterbetrieben werden. Die Sole-Therme stellt besondere Anforderungen, da das Salz speziell mit Luft und Wärme reagiert. So werden am Tag sechs Millionen Liter Wasser umgewälzt und durch das Rohrsystem gepumpt, um alle Hygienerichtlinien einzuhalten. Die Nachhaltigkeit spielt dabei eine große Rolle: Die Becken werden nur noch minimal beheizt, damit nichts einfrieren kann und es wird versucht, die Wärme aus eigener Sole-Förderung hier im Einklang mit der Natur zu nutzen.

Gerade in dieser Jahreszeit vermissen die Gäste die Heilquelle der Fontane Therme – das Saunieren sowie das Schwimmen im Thermalwasser sind Immun-Booster und ideal für die Abwehrkräfte. „Es erreichen uns viele aufmunternde E-Mails von Gästen, die sich schon jetzt auf die Wiedereröffnung freuen“, berichtet Lars Groche. „Wir können es kaum erwarten, unsere Gäste nach dem langen Lockdown wieder begrüßen zu dürfen und Ihnen neben Bewegung in der Natur auch kulinarische Highlights zu bieten.“ 

Das gesamte Team sehnt sich nach dem Austausch mit Gästen. Wer hier arbeitet, liebt es, umgeben von Menschen zu sein. „Neben der Erholung fehlt einfach auch das Zwischenmenschliche. Die kleinen Unterhaltungen, die liebevolle Zuwendung im Spa-Bereich … all das wird aktuell sehr vermisst“, berichtet Spa-Managerin Christina Fritz und denkt an den Lieblingsplatz der Gäste: das Deck der Seesauna mit seinem einzigartigen Blick.  

Aber eines steht fest: Sobald diese schwere Zeit überstanden ist und Wellness-Besuche seitens der Regierung wieder erlaubt sind, öffnen hier die Tore. Mit fünf bis sieben Tagen Vorlaufzeit ist das gesamte Resort inklusive Fontane Therme und dem kompletten Team einsatzbereit und kann Sie empfangen. Dann wird endlich nachgeholt, worauf wir alle so lange verzichten mussten.